Sie sind hier: » News
Amriswil zweimal 3:1 siegreich
Tagblatt, Sport
Mit zwei 3:1-Erfolgen über Lugano und Lausanne bleibt Volley Amriswil in der Finalrunde nach sechs Partien weiterhin unbesiegt, sichert sich vorzeitig und definitiv den ersten Platz und hat damit für den Final Heimvorteil.
Im Eilzug ins FinaleAls grosser Sieger der Doppelrunde vom Wochenende ging Volley Amriswil hervor. Bereits zwei Runden vor Ende der Finalrunde der besten fünf Teams können die unbesiegten Thurgauer nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Der Gegner im Final, welcher in einer Serie best-of-five ausgetragen wird, steht noch nicht fest.
Solid und ausgeglichen
Im Samstagspiel gegen Lugano stand Amriswil zwar nie in Gefahr, das Spiel zu verlieren, obwohl die Thurgauer in den ersten zwei Sätzen in Rücklage gerieten und den dritten gar abgeben mussten. Die mannschaftliche Geschlossenheit und Ausgeglichenheit überwogen gegen das Tessiner Team von starken Einzelspielern, welches mit den Siegen über Näfels und Chênois einen Warnschuss ins Tellenfeld geliefert hatte.
Gegen Lausanne geriet Amriswil am Sonntag zuerst mit 0:1 ins Hintertreffen, ehe die Wende zum 3:1 Sieg gelang. Während die Westschweizer in der Verteidigung sehr agil waren und mit den beiden Mexikanern Guerra und Manzo über mitreissende Leader verfügten, wirkte Amriswil brav, verhalten, zwar solide, aber fast zu zahm. Unpräzise Annahmen verunmöglichten zudem einen druckvollen Spielaufbau. Auch im zweiten Durchgang legten die Gäste bis zu drei Punkte vor. Erst beim Stand von 18:18 glich Amriswil erstmals aus und entwickelte endlich den gewünschten Druck in den Services und auch im Angriff. Erste Blockerfolge und genauere Annahmen führten zum verdienten Satzausgleich.
Bann gebrochen
In dieser Phase mit begeisternden Ballwechseln zeigten die Amriswiler ihr zweites Gesicht, jenes nämlich, welche sie an die ungefährdete Tabellenspitze geführt hatte. Ein Hauch von Begeisterung, von innerem Feuer, von sichtbarem Kampfgeist ging durch die Mannschaft und übertrug sich auch auf das zuvor zahme Publikum. Gut positionierte Blocks, reaktionsschnelle Defensive und zwingende Angriffsschläge sicherten Amriswil den vorentscheidenden dritten Satz. Hier zeigte sich auch die physische Stärke Amriswils, während Lausanne nicht mehr ganz mithalten konnte. Der vierte Durchgang war vom Spielverlauf her zwar spannend, hielt aber niveaumässig nicht mehr mit dem zweiten und dritten Satz mit. Amriswil verwaltete den Vorsprung, der zwischenzeitlich auf 6 Punkte gewachsen war, clever, während die Westschweizer mit Schiedsrichterentscheiden haderten.
Zweites Team NLB-Meister
Noch stehen das Heimspiel gegen Näfels und die Auswärtspartie gegen Chênois bevor, doch vom ersten Platz kann Amriswil nicht mehr verdrängt werden und startet den Final-Playoff am 27. März mit Heimvorteil. Zu jubeln hatte auch Amriswil 2, welches wie letztes Jahr vorzeitig NLB-Meister wurde, jedoch nicht aufsteigen kann.
Leonz Eder
Tagblatt, Sport, Dienstag, 9. März 2010